Zielgruppe, Ziele und Prinzipien
Zielgruppe:
Die Jungenarbeit richtet sich an alle Jungen zwischen 10 und 27 Jahren, die auf freiwilliger Basis oder im Rahmen der Schule an den Angeboten, Freizeiten und Gruppen teilnehmen wollen. Neben Kindern und Jugendlichen richtet sich unsere Jungenarbeit auch bewusst an Väter und Multiplikatoren. Ihnen wird bei unseren Angeboten ein Raum für konstruktiven und bereichernden Austausch gegeben. Außerdem spiegeln unterschiedliche Männer die Vielfältigkeit gelebter Männlichkeit wieder und können den gleichzeitig anwesenden jüngeren Teilnehmern, beispielsweise durch ihren Erfahrungsvorsprung, als Vorbild dienen.
Somit wenden sich unsere Angebote neben Jungen und Vätern auch an Multiplikatoren und andere Fachkräfte, die:
- mit uns kooperieren wollen,
- sich für die Thematik interessieren,
- eigene Projekte initiieren wollen oder
- Fragen, Anregungen oder Wünsche an uns haben.
Ziele der Jungenarbeit:
- Jungen in ihren Unterschiedlichkeiten mit ihren Problemlagen, Stärken und Ressourcen wahrzunehmen und in ihrer Entwicklung zu fördern.
- Ein Bewusstsein für gesellschaftliche Normvorstellungen schaffen, um eine möglichst reflektierte Persönlichkeitsentwicklung anzustoßen.
- Akzeptanz und Vielfalt fördern: Jungen lernen verschiedene Lebensentwürfe und Geschlechter zu akzeptieren und zu respektieren.
- Einen Zugang zur eigenen Gefühlswelt eröffnen.
- Selbstständigkeit und Mitgestaltung: Jungen entwickeln die Fähigkeit, Konflikte zu lösen, Entscheidungen zu treffen und sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen.
- Eigene sowie fremde Grenzen wahrzunehmen und zu respektieren.
Pädagogische Prinzipien:
Jungenarbeit versteht sich als Querschnittsaufgabe, die als pädagogisches Prinzip in allen pädagogischen und sozialarbeiterischen Bereichen umgesetzt werden sollte.
Zu ihren Leitlinien zählen:
- Jungen werden in ihrer Individualität wahrgenommen und als entwicklungsfähige Persönlichkeiten wertgeschätzt.
- Angebote der Jungenarbeit basieren auf Freiwilligkeit. Um eine nachhaltige Entwicklung anzustoßen, ist eine freiwillige Teilnahme unerlässlich.
- Eine Atmosphäre von Vertraulichkeit und Respekt begünstigt einen ehrlichen und konstruktiven Austausch.
- Eine professionelle Grundhaltung und eine bewusst gestaltete Beziehungsarbeit bilden das Fundament gelingender Jungenarbeit
- Durch aktive Partizipation in pädagogischen und sozialen Prozessen erfahren Jungen Selbstwirksamkeit und Wertschätzung.
