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Fränkischer Tag, 09.05.09Der KJR sorgt für JugendpflegerJUGENDARBEIT Die Bürgermeister von Hausen, Heroldsbach und Hallerndorf unterzeichnen einen Vertrag mit dem Kreisjugendring zur Einstellung von zwei neuen Jugendpflegern.
Forchheim - Der stellvertretende Landrat und Heroldsbacher Bürgermeister Edgar Büttner bezeichnete es als einen „historischen Tag“ für den Landkreis. Zum ersten Mal unterzeichneten drei Gemeinden einen Vertrag mit dem Kreisjugendring zur Einstellung von zwei neuen Jugendgemeindepflegern.
Höhere Effektivität
Die Jugendarbeit in den Gemeinden sei auf einem guten Stand. Allein in Heroldsbach gebe es derzeit 47 Vereine, die aktive Jugendarbeit betreiben, erklärt Büttner. „Aber nicht jeder 15-Jährige engagiert sich in einem Verein“, gibt er zu Bedenken. „Ohne die Vereine würde nicht viel gehen“, bestätigt Kreisjugendpfleger Christian Kohlert. Jedoch würden in den Vereinen immer mehr Ehrenamtliche wegfallen, die sich bislang um die Jugendarbeit kümmerten.
Mit der Einrichtung von eineinhalb neuen Stellen, voraussichtlich einer Voll- und einer Teilzeitstelle, wolle man die Effektivität der Jugendarbeit erhöhen. Das Besondere: Die neuen Jugendpfleger werden vom KJR angestellt, verrichten ihren Dienst aber direkt in der jeweiligen Gemeinde. Durch die Zusammenarbeit untereinander entstünde so ein kleines Netzwerk, zudem steht der KJR stets mit Rat und Tat zur Seite. Die neuen Jugendpfleger seien also in jedem Fall „keine Einzelkämpfer“.
Bezuschusst werden die neuen Stellen zu einem Viertel vom Landkreis, der damit auch verstärktes Interesse an der erweiterten Jugendarbeit bekundet. In Hausen werde bereits das neue Büro eingerichtet, bestätigte Bürgermeister Franz Renker. Dabei konnte der Beschluss in seiner Gemeinde erst nach großen Diskussionen knapp durchgesetzt werden. Klarer war die Sache in Heroldsbach, dort wurde die Beteiligung einstimmig im Gemeinderat beschlossen.
Zahlreiche Bewerber
Bereits zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung konnte Christian Kohlert 18 Bewerbungen und diverse telefonische Anfragen verbuchen, obwohl die Bewerbungsfrist noch rund zwei Wochen läuft. Eine riesige Resonanz, denn in anderen Landkreisen gab es auf derartige Stellenausschreibungen nur drei Bewerber. Zum 1. Juli plant der KJR, die neuen Gemeindejugendpfleger einstellen zu können. Die Bürgermeister der „drei H`s“ bedankten sich bei Christian Kohlert für das bislang herausragende Engagement. Und angeblich haben bereits weitere Gemeinden aus dem Landkreis ihr Interesse an dem Projekt bekundet. tok
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