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Nordbayerische Nachrichten, 19.09.08

Vielfalt soll auch in Zukunft gut tun

Der Jugendhilfeausschuss befürwortete die Weiterentwicklung des Projektes

FORCHHEIM (dik) - Der erste Beschluss des neu formierten Gremiums lautet: „Der Jugendhilfeausschuss begrüßt die Weiterentwicklung des lokalen Aktionsplanes und die entsprechenden Antragstellungen für die Fortsetzung der Bundesförderung.“

Kreisjugendpflegerin Ursula Albuschkat, die das Bundesprogramm „Vielfalt tut gut — Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ im Landkreis federführend betreut, kann die Anträge für 2009 stellen. Diese müssen bis November an den Bund gerichtet werden. Im Dezember, also relativ kurzfristig, erfahren die Macher vor Ort, ob das Projekt auch nächstes Jahr im Landkreis läuft. Dazu wird der KJR eine Fortschreibung des Aktionsplans ausarbeiten und die Auswertung des ersten Förderjahres nach Berlin schicken.

Eine erste Bilanz bekam in der Sitzung der Jugendhilfeausschuss mündlich und schriftlich vorgelegt. Die Kreisjugendpflegerin berichtete von einer Förderung von 130000 Euro von Oktober 2007 bis 31. Dezember 2008. Vier Fünftel der Summe gehen in die verschiedenen Projekte, maximal ein Fünftel ist der Koordinierungsstelle zugedacht. Zu Beginn der Arbeit sei ein Begleitausschuss eingerichtet worden, der über die Förderanträge vor Ort entschieden habe. Insgesamt seien im ersten Jahr von „Vielfalt tut gut“ 22 lokale Projekte bewilligt worden.

Öffentlichkeit hergestellt

Am Anfang, so Albuschkat, habe neben der Problembeschreibung und der Zielbestimmung vor allem die Öffentlichkeitsund die Multiplikatorenarbeit gestanden. Presseinformationen, Flyer, Ausschreibung für Bewerbungen sowie Aktionen zur Kommunalwahl habe der KJR in Eigenregie durchgeführt.

Schulungen zum Thema „Wissen und Handeln gegen Neonazis“ oder auch „Gewaltfreie Konfliktbearbeitung“ gehörten ebenso zu den Projekten wie zielgruppenorientierte, kreative Beteiligungsformen. Das Filmprojekt „Portal der Erinnerung“ ist eines davon, das Hörbuch „Erzähle Deine Geschichte“ auch. Gefördert wurden die interaktiven Theaterstücke „Sirin wünscht sich einen Weihnachtsbaum“ und „Romeo und Julia“.

Die Kooperation verschiedener ethnischen und religiösen Gruppen lief über Projektarbeit und eine Veranstaltung mit deutsch-türkischer Folklore an. Die Aufklärung über Lebensweisen anderer Kulturen wurde unter anderem mit dem Projekt Haltestelle verfolgt. Das Gremium war angetan von der bisherigen Arbeit und erteilte dem KJR weiter den Auftrag, sich um „Vielfalt tut gut“ zu kümmern. Im November wird es einen nächsten Programmaufruf zur Beteiligung geben, so Albuschkat, deren Arbeit von allen Seiten gelobt wurde.






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