
Für “was” hat sich unser spezielles Therapiekonzept bewährt?
In welchen Lebens- und Familiensituationen machen unsere “bewegt sein” – Mototherapiegruppen für welches Kind Sinn? Das ist die wichtigste Frage die von Ihnen und Ihrem behandelnden Arzt vor Therapiebeginn geklärt sein muss. Hierfür möchte ich Ihnen nachfolgend einige grundlegende Informationen geben:
Bewährt hat sich unser pädo-therapeutisches Gruppenkonzept vor allem bei Kindern mit sozial-emotionalen Auffälligkeiten und Störungen, die ggf. mit motorischen Defiziten sowie Lern- und Leistungsstörungen einhergehen.
Dies können beispielsweise Verhaltens- Kontakt- oder Beziehungsschwierigkeiten zu Hause, in der Schule, oder im Verein sein. Das merken Sie wenn Ihr Kind in größeren und auch kleineren Gruppen Probleme hat sich einzugliedern, sich ausgrenzt oder häufig zurückzieht, ausweichendes und konfliktscheues, oder auch provozierend-aggressives Kontaktverhalten zeigt.
Sehr erfolgreich und hilfreich wird unser Therapieansatz von Familien empfunden, die Kinder mit Aufmerksamkeits- und Impulskontrollstörungen, mit oder auch ohne Hyperaktivität haben. In letzter Zeit ist es uns zunehmend gelungen Kinder mit Asperger Autismus in die Therapiegruppen zu integrieren. Auch Angstzustände, durchgemachte Krisen und traumatische Lebensereignisse können den Besuch in einer unserer Gruppen indizieren.
Warum hilft unser Therapiekonzept den betroffenen Kindern mit ihren Familien?
Dies liegt vor allem daran, dass unser Therapiekonzept anders herum entwickelt wurde. Nicht ein theoretisches Konstrukt oder Konzept bestimmt die praktische Arbeit, sondern die jahrelangen Erfahrungen von Thomas Streng in der Arbeit mit den oben genannten Zielgruppen, haben nach und nach dazu geführt, aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und Therapiemethoden einen in sich stimmigen pädotherapeutischen, hoch effektiven Therapieansatz zu machen. Die wesentlichen darin enthaltenen Elemente gründen auf Methoden und Werkzeugen aus der Psychomotorik (Mototherapie und Motopädie), der Erlebnispädagogik, der kognitiven Verhaltenstherapie, dem Leistungssport, der Sonderpädagogik, der gewaltfreien Kommunikation und der Kommunikationspsychologie.
Ein weiterer Grund liegt in unserem systemischen Blick auf das Problem und unserer grundsätzlich lösungsorientierten und nicht problemorientierten Herangehensweise. Dies beinhaltet eine sehr umfangreiche Eltern- Umfeld- und Netzwerkarbeit, die bei uns unverzichtbarer und zwingender Therapiebestandteil ist.
Weil wir sehr klar strukturiert und zielorientiert in der Arbeit vorgehen. Ein gut gefüllter Werkzeug- und Methodenkoffer, mit für all die genannten Störungen grundsätzlich wichtigen Inhalten hilft uns dabei – wir nennen es unser Eltern-Kind-Handbuch. Diesen erhalten alle Eltern zu Therapiebeginn, damit gewährleistet ist, dass die von uns an die Kinder vermittelten und mit ihnen geübten Inhalte auch zu Hause angewendet, weiter geübt und vertieft werden können.
Weil wir die Eltern in der praktischen Umsetzung dieser nicht leichten Aufgabe in fallbezogenen Einzelgesprächen mit Rat und Tat unterstützen
Wie gelingt die “bewegungsorientierte soziale Gruppenarbeit” in den “bewegt sein” – Mototherapiegruppen?
Wir gestalten die Stundeninhalte so, dass mit möglichst viel Freude, Motivation und Lust am miteinander gelernt werden kann.
Wir pflegen von Anfang an eine freundliche, ehrliche und klare Rückmeldekultur mit den Kindern.
Wir beziehen die Kinder in die Stundengestaltung und die Definition ihrer Therapieziele voll mit ein.
Wir sind “keine Reparaturwerkstatt” und Ihr Kind ist “kein etwas”, dass einfach und mechanistisch nachjustiert werden kann – so läuft das nicht. Deshalb legen wir sehr großen Wert auf das “Üben und Trainieren” der Eltern mit ihren Kindern, denn nur so sind langfristige Verhaltensänderungen realistisch und machbar, ohne dass wir dabei allen Kindern und Familien eine Einheitstherapielehre überstülpen wollen.
Sowohl die Kinder auch als die Eltern, formulieren fortlaufend und in schriftlicher Form, Ihre Erwartungen und Ziele. Dabei halten sie auch fest, was dafür nötig ist und was Sie im einzelnen bereit sind dafür zu tun. Nur so können Sie und wir wirklich erkennen, ob Sie und Ihr Kind auf dem richtigen Weg sind und ob es gelingt.
Wir akzeptieren hierbei keine Delegation der sog. Schuldfrage, sowohl durch die Eltern, als auch ihre Kinder. Wir achten sehr bewusst darauf , dass jede und jeder bei seinen ganz persönlichen Anteilen, an dem was gerade ist, bleibt. So gelingt eine, für alle lösungsorientiert und nicht Schuld gebende Arbeitshaltung. Diese wiederum ermöglicht es, ohne Ablenken und Delegieren zu müssen, an den eigenen Lern- und Entwicklungsaufgaben mit Erfolg dran zu bleiben.
Wir schaffen den dafür notwendigen klar strukturierten Raum und Rahmen in der Therapiestunde. Das schafft grundlegende Sicherheit, so ist es für die Kinder möglich, sich für das nun wesentliche zu öffnen und darauf zu konzentrieren.
Wir geben die dafür notwendigen klar strukturierten Therapierahmenbedingungen für Eltern vor, sie sind Fördervoraussetzung und schaffen Klarheit und Verbindlichkeit, sowohl für die Eltern als auch uns, dies ermöglicht es, auch dann wenn es mal stürmisch und schwierig wird, lösungsorientiert weiterzuarbeiten. Deshalb gibt es für sie als Eltern unser Eltern-Kind-Handbuch, sowie die Pflichttermine für den Elterninformationsabend, und die Eltern-Kind-Therapiestunde 2 mal im Jahr
Und nicht zuletzt glauben wir an das was wir tun, weil wir uns immer wieder im gegenseitigen kollegialen Austausch bewusst machen, was wir gerade tun.
Wo und Wann können die Eltern ihr Kind zu den “bewegt sein” – Mototherapiegruppen anmelden?
Die Anmeldung erfolgt durch Aufnahme in unsere Warteliste.
Bitte telefonisch über das Jugendbüro im Kreisjugendring Forchheim, Löschwöhrdstraße 5, 91301 Forchheim, Tel 09191-73880.
Ansprechpartnerin für die Aufnahme in die Warteliste und die persönliche Anmeldung ist Frau Böhm.
Frau Böhm informiert Sie auch, wenn für Ihr Kind ein Platz frei geworden ist, und begleitet Sie dann bei der eigentlichen Anmeldung, zu der Sie persönlich eingeladen werden. Hier füllen Sie neben den üblichen Anmeldeunterlagen auch einen Fragebogen über Ihre Erwartungen an die Therapie und Ihre persönlichen Ressourcen zur Mitarbeit, sowie eine Schweigepflichtentbindung aus. Erst nach Prüfung dieser Aufnahmeunterlagen durch uns Therapeuten, entscheiden wir über die endgültige Aufnahme. Danach erhalten Sie dann alle weiteren Informationen, unser Eltern-Kind-Handbuch, sowie die Termine für Elterninformationsabend, Gruppenstunden und Eltern-Kind-Therapiestunde.
Bitte beachten Sie auch:
Ihr Kind muss bei Therapiebeginn eingeschult sein.
Für die Anmeldung ist eine Empfehlung durch den Kinder- und Jugendarzt, Kinder- und Jugendpsychiater, Schulpsychologen, Beratungslehrer oder eine
andere beratende Einrichtung oder Therapeuten nötig.
Die Wartezeit beträgt derzeit zwischen 6 und 14 Monaten.
Termine:
22. Mai 09:00 Berghütte bei Bad Goisern, Dachsteingebirge, Österreich
4. Jun 19:00 Aula der Anna-Grundschule Forchheim
6. Jun 19:00 Sitzungssaal des KJR
14. Jun Kath. Landvolkshochschule Feuerstein (KLVHS)
29. Jun 09:00 Kreisjugendring Forchheim
4. Jul 19:00 Sitzungssaal des KJR
5. Jul Indianerlager Stone Hill, Gräfenberg
